Presseinformationen

Einheitliche Qualifikationsstandards für Flanschmontagen


Sicherheit, Qualität und Effizienz stärken

Der Arbeitskreis „Flanschverbindungen“ der Brancheninitiative ChemCologne erarbeitete einen Standard zur gegenseitigen Anerkennung qualifizierter Flanschenmonteurinnen und -monteure. Die technischen Fachleute aus den Mitgliedschemieunternehmen Braskem, INEOS in Köln, LyondellBasell und Shell definierten einheitliche Mindestanforderungen an Schulungen, Prüfungen und Dokumentation und vereinbarten die gegenseitige Anerkennung der Qualifikation. Diese Harmonisierung spart Zeit und Aufwand.

Dr. Christof Riewenherm, Leiter Zentraler Asset Service (ZAS) bei INEOS in Köln: „Die Monteurinnen und Monteure müssen Schulungen und Prüfungen bei den teilnehmenden Unternehmen nicht mehrfach absolvieren. Prozesse werden dadurch verschlankt und der Einsatz der dienstleistenden Firmen deutlich erleichtert. Unser Ziel ist es, weitere Unternehmen ins Boot zu holen und einen branchenweiten Standard zu etablieren, der dauerhaft Sicherheit und Qualität erhöht.“

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v. l. Dr. Christof Riewenherm (INEOS in Köln), Christian Knollmann (Braskem), Markus Richter (Shell), Antonio Ling (Lyondellbasell) und Daniel Wauben (ChemCologne)

Flanschverbindungen gehören zu den sicherheitsrelevantesten Komponenten industrieller Rohrleitungssysteme. Fehlerhafte Montage kann zu Leckagen, Umweltbeeinträchtigungen oder wirtschaftlichen Schäden führen. Entsprechend groß ist der Bedarf an eindeutigen Kriterien für die Qualifikation jener Personen, die solche Verbindungen montieren. Diese müssen einen theoretischen und praktischen Kompetenztest auf Basis der DIN EN 1591‑4 absolvieren. Der Qualifikationsnachweis hat eine Gültigkeit von fünf Jahren und wird im DGMK*‑Sicherheitspass dokumentiert. Unternehmensspezifisch erforderliche Schulungen werden zusätzlich vermerkt.

Für Markus Richter, Team Lead MMI Projects & Mechanical von Shell, ist die Leckagevermeidung einer der wichtigsten Hebel für mehr Sicherheit in den Anlagen. Einheitliche Anforderungen und transparente Prüfstandards sorgen dafür, dass dieses Ziel erreicht wird. Christian Knollmann, Maintenance Leader von Braskem, ergänzt: „Mit der gegenseitigen Anerkennung der zusätzlichen Kompetenzüberprüfung schaffen wir einen Mehrwert für die Sicherheit unserer Anlagen, besonders im Zuge des Onboardings bei Großabstellungen.“ Antonio Ling, Reliability Manager bei LyondellBasell: „Ein gemeinsames, klar definiertes Qualifikationsniveau ist mehr als ein technischer Standard, es ist Ausdruck einer gelebten Zusammenarbeit. Es unterstützt unsere Transformation und schafft ein hohes Maß an Vertrauen.“

*Deutsche Wissenschaftliche Gesellschaft für nachhaltige Energieträger, Mobilität und Kohlenstoffkreisläufe e.V. hier

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