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Hoher Kostendruck schwächt Wettbewerbsfähigkeit


Erste Betriebsversammlung 2026 bei INEOS in Köln

Kleine Lichtblicke, aber keine nachhaltige Verbesserung: Die wirtschaftliche Gesamtlage mit hohem Kostendruck, geringen Margen und niedrigem Absatz sowie fehlender Wettbewerbsfähigkeit der chemischen Industrie in Europa machen INEOS in Köln weiterhin zu schaffen. Auf der diesjährig ersten Betriebsversammlung am 25. Februar 2026 erläutern Marco Hucklenbroich, Betriebsratsvorsitzender und Gastgeber der Veranstaltung, sowie Geschäftsführer und Arbeitsdirektor Dr. Patrick Giefers die Gesamtzusammenhänge und Auswirkungen aufs Unternehmen.

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Blick auf einen Teil der Anlagen von INEOS in Köln

INEOS hat aufgrund der anhaltenden Krise weitere Maßnahmen zur Kostenreduzierung getroffen. Die Auslastung am Kölner Standort liegt weiterhin auf niedrigem Niveau. Auszubildende werden nicht im selben Maß wie früher übernommen. Marco Hucklenbroich: „Zumindest die Übernahme von zwölf der insgesamt 38 Auszubildenden, die im Frühjahr ihre Ausbildung beendet haben, konnten wir erreichen. Wir müssen dringend weiter in die Jugend und Ausbildung investieren“, erklärt Hucklenbroich.

Neben einer leicht positiven Ergebnistendenz im Januar dieses Jahres und einigen positiven Signalen aus der Politik zur Verbesserung von Rahmenbedingungen liege, so Dr. Giefers, eine Hoffnung auf dem Neubau des Crackers in Antwerpen. „Das kann eine Chance sein, die Wettbewerbsfähigkeit von INEOS in Europa zu stärken. Unter dem Verbundgedanken wird dies auch uns hier in Köln helfen.“

In zahlreichen Gesprächen von Betriebsrat und Management mit der Politik sowie mit Kampagnen, Kundgebungen und Aktionen konnte das Verständnis bei den politischen Entscheidungstragenden für die kritische Lage der Industrie so weit geschärft werden, dass erste Maßnahmen zu Verbesserungen von Rahmenbedingungen versprochen werden. Dr. Giefers betont: „Die Zukunftsvereinbarung bei INEOS in Köln mit Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen bis Ende 2027 gilt.“ Uneingeschränkt haben die Bereiche Sicherheit, Gesundheit und Umwelt höchste Priorität. Seit Jahresbeginn hat sich auf dem Gelände von INEOS in Köln noch kein meldepflichtiger Unfall ereignet.

Zu den am 3. und 4. März 2026 stattfindenden Betriebsratswahlen appelliert Marco Hucklenbroich an die Belegschaft: „Gerade in diesen schwierigen Zeiten ist eine hohe Wahlbeteiligung wichtig. Sie stärkt dem zukünftigen Gremium den Rücken. Geht also wählen!“ 80 Beschäftigte kandidieren für einen der insgesamt 19 Sitze in der neuen Vertretung. Marco Hucklenbroich bedankt sich für das entgegengebrachte Vertrauen in die Betriebsratsarbeit der zurückliegenden vier Jahre.

Für die IGBCE lenkt Ressortleiter Industriegruppen Ömer Kirli die Aufmerksamkeit auf die Hauptforderungen der Gewerkschaft in der laufenden Tarifrunde. Dazu zählen die Erhöhung der Einkommen für die Tarifbeschäftigten und Auszubildenden sowie die Notwendigkeit tariflicher Instrumente zur Beschäftigungssicherung. Er lobt den Einsatz für gute Rahmenbedingungen bei zurückliegenden Kundgebungen, die von der IGBCE initiiert wurden und an denen sich zahlreiche Beschäftigte von INEOS in Köln beteiligt hatten.

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